Hans Koch – Fred Frith Sonntag 30 Apr Le Singe, Biel

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Hans Koch – Fred Frith

Zwei, die sich kennen und schätzen

Die beiden kennen sich seit Jahren, haben immer wieder im Abstand von ein paar Jahren – zuletzt 2009 in San Francisco – zusammen improvisiert und schätzen sich als musikalische Gesprächspartner. «Mit Hans», meint Frith, auf dessen Einladung der Wahlkalifornier nach Biel kommt, «verstehe ich mich blind. Uns gelingt es immer wieder, gemeinsam an einen musikalischen Ort vorzudringen. Und wenn wir uns nach langer Zeit wieder treffen, können wir genau dort wieder ansetzen. Wir beginnen nicht wieder bei null. Ich mag das.»
«Das Gegenteil von Hans»
Und das will was heissen, hat der 64-jährige Brite doch bereits mit allen, die in der improvisierenden Musik Rang und Namen haben, musiziert. Er war Mitglied legendärer Formationen, darunter Henry Cow (mit Chris Cutler, Tim Hodgkinson und Lindsay Cooper), Art Bears (mit Cutler und Dagmar Krause), Skeleton Crew (mit Tom Cora und Zeena Parkins), Massacre (mit Bill Laswell und Fred Maher) oder Naked City (mit John Zorn, Bill Frisell, Wayne Horwitz und Joey Baron), und gehört als Gitarrist neben dem leider verstorbenen Derek Bailey zu den einflussreichsten Erneuerern der improvisierten Musik. Das erklärt wohl auch die Vorliebe zu Hans Koch, der seinerseits den Stillstand stets weit von sich wies und alleine oder in wechselnden Formationen immer wieder auftritt.
Klingende Ursuppe
Aus der klingenden Ursuppe, aus der das Duo schöpft, ist oft nicht einmal auszumachen, wessen Klangkörper nun für den Sound verantwortlich zeichnet. Der elektronisch kreierte Ambient-Teppich, den sich Frith und Koch immer wieder anlegen, dient als Spielweise, auf der sich mal der eine, dann der andere auf eine virtuose Reise begibt. Mit Hilfe von Tools hinterfragt Frith nicht nur die klassische Anwendung einer Gitarre, sondern definiert sein Instrument als klanggebender Körper immer wieder neu. Da hüpfen Miniaturen durchs Gelände, umgarnen die Atemstösse Kochs, bilden mit ihr gemeinsame Pulsfrequenzen – oft nur ganz kurz, bevor ein kurzes, aber heftiges Geschnatter die Konversation über die Stränge schlagen lässt und die bisweilen mächtig aufragende Klangarchitektur wieder unterwandert und ironisch aufzubrechen vermag.
Wir auch
Und wenn Hans Koch dann seiner lyrischen Macht vollsten Auslauf gewährt, dann strebt er unaufhaltsam bis weit an die Grenzen des Möglichen heran, dort wo ihm dann Frith mit ausgereizter Dynamik entgegentritt, bevor auch dieser Gigant wieder unter lautem Tösen in sich zusammenfällt und leise, mit kaum hörbaren Atemstössen und durch Frith zartbesaitet ganz langsam, ganz bedächtig ausklingt...

Fr : Deux musiciens de haut vol qui se connaissent sur le bout des doigts
Le Biennois Hans Koch et le Californien d’adoption Fred Frith se connaissent depuis des lustres. Régulièrement, toutes les quelques années, ils improvisent ensemble, comme lors de leur dernière rencontre en 2009 à San Francisco. Et ils s’apprécient toujours autant: «Avec Hans», explique Frith, «il y a une sorte de télépathie et nous parvenons toujours à explorer des contrées musicales passionnantes. Lorsque nous nous retrouvons au bout de quelques années, nous reprenons exactement là où nous nous étions arrêtés. Nous ne repartons pas de zéro et cela me plaît beaucoup.»
Bouillon de culture
Les deux musiciens créent d’emblée un bouillon de culture constitué de sons dont il n’est parfois pas possible d’identifier la source. A l’aide de l’électronique, ils tissent en guise de terrain de jeu une trame ambient qui leur sert de rampe de lancement pour leurs envolées virtuoses. Avec ses différents outils, Frith remet en question l’utilisation traditionnelle de la guitare et réinvente son instrument pour en faire un générateur de sons. Dans ce paysage, des miniatures passent qui forment un écrin pour les interventions marquantes de Koch, les sons des deux musiciens s’entremêlent pour engendrer des pulsations éphémères, avant de faire place à un échange bref et violent qui interrompt ironiquement la conversation et déstabilise la puissante architecture sonore en la faisant trembler sur ses bases.

Line-up:
Hans Koch – bass clarinet / sax / electronics
Fred Frith – guitar

Türöffnung / Ouverture des portes: 17:30 h
Beginn / Concert: 18:00 h

Glauser Quintett Donnerstag 04 Mai Le Singe, Biel

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Zum Auftakt der Glauser-Trilogie wird der Zuhörer ins Jahr 1934 zurück versetzt, wo im Treppenhaus eines Vierfamilienhauses in Winterthur die Sorgen und Träume der Hausbewohner ausgetauscht werden. Nur Elsi vermag das lähmende Gefühl der Angst auszudrücken, das alle Bewohner quält – das kleine Mädchen scheint das Gewissen des Hauses zu sein.

Die von Daniel R. Schneider komponierte Musik umfliesst den von Markus Keller verdichteten Text und sorgt für viel Atmosphäre zwischen den Zeilen. Die beiden Stränge stehen in einem dialogischen Austausch, lösen sich ab, verschachteln und entfernen sich voneinander. Es entsteht eine Erzählform, in der man sich gleichzeitig in einem Konzert wähnt.

Musik von Daniel R. Schneider
nach einer Erzählung von Friedrich Glauser

Line-up:
Daniel R. Schneider: Komposition, Gitarre, Klavier
Markus Keller: Sprache
Martin Schumacher: Klarinette, Saxophon, Maultrommel
Luca Leombruni: Kontrabass
Fredi Flükiger: Schlagzeug, Perkussion

Türöffnung / Ouverture des portes: 19:30 h
Beginn / Concert: 20:30 h

ZÜRI WEST Freitag 12 Mai KUFA, Lyss

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ZÜRI WEST

Eine der erfolgreichsten Schweizer Rockbands ist zurück: Fünf Jahre nach ihrem letzten Album «Göteborg» veröffentlicht Züri West nun ihr neues Album «Love».

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